Skyrim Wiki
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| extra = CHIMARVAMIDIUM<br>Ancient Tales of the Dwemer<br>Part VI<br><br>By<br>Marobar Sul
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| beschreibung = Lehrbuch. Improves the [[Schwere Rüstung (Fertigkeit)|Schwere Rüstung]] skill. This book can also be the object of a quest from [[Urag gro-Shub]] although he will specify a random location where the exact copy he wants is found.
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| beschreibung = Lehrbuch. Verbessert die Fertigkeit [[Schwere Rüstung (Fertigkeit)|Schwere Rüstung]]. Dieses Buch ist auch Teil einer Aufgabe von [[Urag gro-Shub]], der einem eine ungefähre Angabe über den (jedesmal zufälligen) Fundort gibt.
 
== Fundorte ==
 
== Fundorte ==
 
* [[Calcelmos Turm]]
 
* [[Calcelmos Turm]]
 
* [[Goldfelsmine]]
 
* [[Goldfelsmine]]
 
* [[Fernwindhorst]]
 
* [[Fernwindhorst]]
* Random location indicated by [[Urag gro-Shub]]
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* Zufällige Fundortsangabe von [[Urag gro-Shub]].
 
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== Inhalt ==
 
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|[[File:A letter.png|x40px|baseline|alt=A]]fter many battles, it was clear who would win the War. The Chimer had great skills in magick and bladery, but against the armored battalions of the Dwemer, clad in the finest shielding wrought by Jnaggo, there was little hope of their ever winning. In the interests of keeping some measure of peace in the Land, Sthovin the Warlord agreed to a truce with Karenithil Barif the Beast. In exchange for the Disputed Lands, Sthovin gave Barif a mighty golem, which would protect the Chimer's territory from the excursions of the Northern Barbarians.
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|[[File:N letter.png|x40px|baseline|alt=N]]ach vielen Kämpfen war klar, wer den Krieg gewinnen würde. Die Chimer besaßen großes Geschick in der Magie und Schwertkunst, aber gegen die gepanzerten Bataillone der Dwemer, bekleidet mit den edelsten Schutzplatten Jnaggos, gab es nur wenig Hoffnung, jemals zu siegen. Um dem Land ein gewisses Maß an Frieden zu bewahren, stimmte der Kriegsherr Sthovin einem Waffenstillstand mit Karenithil Barif der Bestie zu. Für das umstrittene Land gab Sthovin Barif einen mächtigen Golem, der das Territorium der Chimer gegen die Streifzüge der nördlichen Barbaren beschützen würde.
   
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Barif war hocherfreut über das Geschenk und brachte es zu seinem Lager, wo all seine Krieger es ehrfürchtig anstarrten. Mit seinem glitzernden, goldenen Farbton ähnelte er einem dwemerischen Kavalier mit stolzem Gesichtsausdruck. Um seine Stärke zu testen, stellten sie ihn in die Mitte eines Platzes und warfen magische Blitzstrahlen nach ihm. Er war so geschickt, dass nur wenige der Strahlen ihn trafen. An seinen Hüften hatte er Utensilien, die er als Gegengewicht nutzte, um die Hauptlast der Attacken zu umgehen, ohne seine Balance zu verlieren und doch mit den Füßen fest auf dem Boden zu stehen. Es folgten mehrere Feuerbälle, denen der Golem geschickt auswich, indem er seine Knie und Beine dehnte und sich so um die Explosionen herumdrehte. Bei den wenigen Malen, die er getroffen wurde, sorgte er dafür, dass er an den robustesten Teilen seines Körpers, nämlich Brust und Taille, getroffen wurde.
Barif was delighted with his gift and brought it back to his camp, where all his warriors gaped in awe at it. Sparkling gold in hue, it resembled a Dwemer cavalier with a proud aspect. To test its strength, they placed the golem in the center of an arena and flung magickal bolts of lightning at it. Its agility was such that few of the bolts struck it. It had the wherewithal to pivot on its hips to avoid the brunt of the attacks without losing its balance, feet firmly planted on the ground. A vault of fireballs followed, which the golem ably dodged, bending its knees and its legs to spin around the blasts. The few times it was struck, it made certain to be hit in the chest and waist, the strongest parts of its body.
 
   
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Die Truppen jubelten beim Anblick einer solch beweglichen und kräftigen Schöpfung. Mit ihm in der Verteidigung würden die Barbaren aus Himmelsrand niemals wieder ihre Dörfer erfolgreich heimsuchen. Sie nannten ihn Chimarvamidium, die Hoffnung der Chimer.
The troops cheered at the sight of such an agile and powerful creation. With it leading the defense, the Barbarians of Skyrim would never again successfully raid their villages. They named it Chimarvamidium, the Hope of the Chimer.
 
   
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Barif ließ den Golem in seinen Gemächer bringen, wo alle Fürsten seines Hauses versammelt waren. Dort testeten sie Chimarvamidium weiter: Seine Stärke, seine Schnelligkeit, seine Unverwüstbarkeit. Sie konnten keinen Makel in seiner Bauweise finden.
Barif has the golem brought to his chambers with all his housethanes. There they tested Chimarvamidium further, its strength, its speed, its resiliency. They could find no flaw with its design.
 
   
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"Stellt Euch nur vor, wie diese nackten Barbaren bei ihren Raubzügen als ersten auf ihn treffen", lachte ein Thane.
"Imagine when the naked barbarians first meet this on one of their raids," laughed one of the housethanes.
 
   
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"Es ist nur bedauerlich, dass er eher einem Dwemer ähnelt als einem der unseren", sinnierte Karenithil Barif.
"It is only unfortunate that it resembles a Dwemer instead of one of our own," mused Karenithil Barif. "It is revolting to think that they will have a greater respect for our other enemies than us."
 
   
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"Es ist widerlich zu denken, dass sie mehr Respekt vor unseren anderen Feinden haben werden, als vor uns."
"I think we should never accepted the peace terms that we did," said another, one of the most aggressive of the housethanes. "Is it too late to surprise the warlord Sthovin with an attack?"
 
   
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"Ich denke, dass wir den Friedensbedingungen niemals hätten zustimmen dürfen", sagte einer der aggressivsten Fürsten. "Ist es zu spät, den Kriegsherrn Sthovin mit einer Attacke zu überraschen?"
"It is never too late to attack," said Barif. "But what of his great armored warriors?"
 
   
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"Es ist nie zu spät für einen Angriff', sagte Barif. "Aber was ist mit seinen mächtigen, gepanzerten Kriegern?"
"I understand," said Barif's spymaster. "That his soldiers always wake at dawn. If we strike an hour before, we can catch them defenseless, before they've had a chance to bathe, let alone don their armor."
 
   
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"Ich habe gehört", sagte Barifs Meisterspion, "dass seine Soldaten immer im Morgengrauen aufwachen. Wenn wir eine Stunde davor zuschlagen, bevor sie noch die Gelegenheit für ein Bad hatten, geschweige denn ihre Rüstungen anzulegen, können wir sie ohne große Gegenwehr überwältigen."
"If we capture their armorer Jnaggo, then we too would know the secrets of blacksmithery," said Barif. "Let it be done. We attack tomorrow, an hour before dawn."
 
   
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"Wenn wir ihren Waffenschmied Jnaggo gefangen nehmen könnten, würden auch wir dann die Geheimnisse der Schmiedekunst kennen", sagte Barif. "So soll es sein. Wir greifen morgen an, eine Stunde vor Morgengrauen."
So it was settled. The Chimer army marched at night, and swarmed into the Dwemer camp. They were relying on Chimarvamidium to lead the first wave, but it malfunctioned and began attacking the Chimer's own troops. Added to that, the Dwemer were fully armored, well-rested, and eager for battle. The surprise was turned, and most of the high-ranking Chimer, including Karenithil Barif the Beast, were captured.
 
   
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Damit war es festgelegt. Die Armee der Chimer marschierte bei Nacht und fiel in das Lager der Dwemer ein. Sie vertrauten auf Chimarvamidium, der die erste Angriffswelle anführen sollte. Aber er funktionierte nicht richtig und fing an, die Truppen der Chimer zu attackieren. Darüber hinaus waren die Dwemer in vollständiger Rüstung, gut ausgeruht und begierig zu kämpfen. Die Überraschung hatte sich ins Gegenteil verkehrt, und die meisten der hochrangigen Chimer, darunter auch Karenithil Barif das Biest, wurden gefangen genommen.
Though they were too proud to ask, Sthovin explained to them that he had been warned of their attack by a Calling by one of his men.
 
   
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Sie waren zwar zu stolz zu fragen, aber Sthovin erklärte ihnen dennoch, dass er vor ihrem Angriff durch das Zeichen eines seiner Männer gewarnt worden war.
"What man of yours is in our camp?" sneered Barif.
 
   
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"Welcher Eurer Männer hält sich in unserem Lager auf?" spottete Barif.
Chimarvamidium, standing erect by the side of the captured, removed its head. Within its metal body was Jnaggo, the armorer.
 
   
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Chimarvamidium, der aufrecht neben den Gefangenen stand, nahm seinen Kopf ab. In seinem metallenen Körper steckte Jnaggo, der Waffenschmied.
"A Dwemer child of eight can create a golem," he explained. "But only a truly great warrior and armorer can pretend to be one."
 
   
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"Ein achtjähriges Dwemerkind kann einen Golem erschaffen", erklärte er. "Aber nur ein wahrhaft großer Krieger und Waffenschmied kann vorgeben, ein Golem zu sein."
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Anmerkung des Herausgebers: Dies ist eine der wenigen Erzählungen dieser Sammlung, die sich tatsächlich auf die Dwemer zurückverfolgen lässt. Die Formulierung weicht zwar stark von den alten, meist in Aldmerisch verfassten, Versionen ab, der Inhalt an sich stimmt aber überein. "Chirmarvamidium" könnte der dwemerische "Nchmarthurnidamz" sein. Dieses Wort erscheint häufig auf dwemerischen Plänen für Rüstungen und Animunculi. Über seine Bedeutung ist allerdings nichts bekannt. Es ist jedoch beinahe auszuschließen, dass es "Hoffnung der Chimer" ist.
   
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Die Dwemer waren vermutlich die Ersten, die schwere Rüstungen einsetzten. Es ist wichtig, zur Kenntnis zu nehmen, dass ein Mann in einer Rüstung in dieser Legende so viele Chimer zum Narren halten konnte. Beachtet auch die Reaktionen der chimerischen Krieger. Als diese Geschichte erzählt wurde, müssen Rüstungen, die den ganzen Körper bedeckten noch sehr außergewöhnlich und neu gewesen sein, wogegen selbst zu dieser Zeit dwemerische Schöpfungen wie Golems oder Zenturien wohlbekannt waren.
Publisher's Note:
 
   
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In einem Moment seltener Weisheit lässt Marobar Sul einige Passagen der ursprünglichen Legende intakt, wie beispielsweise Teile der aldmerischen Zeile "Ein achtjähriges Dwemerkind kann einen Golem erschaffen, aber nur jeder achte Dwemer kann zu einem werden."
This is one of the few tales in this collection, which can actually be traced to the Dwemer. The wording of the story is quite different from older versions in Aldmeris, but the essence is the same. "Chimarvamidium" may be the Dwemer "Nchmarthurnidamz." This word occurs several times in plans of Dwemer armor and Animunculi, but it's meaning is not known. It is almost certainly not "Hope of the Chimer," however.
 
   
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Ein weiterer Aspekt dieser Legende, den Gelehrte wie ich interessant finden, ist die Erwähnung eines "Zeichens". In dieser Legende, wie auch in anderen, gibt es die Vermutung, dass die Rasse der Dwemer eine Art von lautloser, magischer Kommunikation besaß. Es gibt Aufzeichnungen über den Psijic-Orden, die andeuten, dass auch sie dieses Geheimnis teilen. Wie auch immer, es gibt keine dokumentierten Zaubersprüche des "Zeichens". Der cyrodiilische Historiker Borgusilus Malier schlug dies als erster als Erklärung für das Verschwinden der Dwemer vor. Er vertrat die Theorie, dass im Jahre 1Ä 668 die dwemerischen Enklaven von einem ihrer mächtigen Philosophen-Hexenmeister - Kagrnak in einigen Dokumenten - zusammengerufen wurden, um zu einer großen Reise aufzubrechen. Eine Reise von solch erhabenem Ausmaß, dass sie ihre Städte und Ländereien verließen, um sich als vollständige Kultur der Suche nach fremden Gefilden anzuschließen.
The Dwemer were probably the first to use heavy armors. It is important to note how a man dressed in armor could fool many of the Chimer in this story. Also note how the Chimer warriors react. When this story was first told, armor that covered the whole body must have still been uncommon and new, whereas even then, Dwemer creations like golems and centurions were well known.
 
 
In a rare scholarly moment, Marobar Sul leaves a few pieces of the original story intact, such as parts of the original line in Aldmeris, "A Dwemer of eight can create a golem, but an eight of Dwemer can become one."
 
 
Another aspect of this legend that scholars like myself find interesting is the mention of "the Calling." In this legend and in others, there is a suggestion that the Dwemer race as a whole had some sort of silent and magickal communication. There are records of the Psijic Order which suggest they, too, share this secret. Whatever the case, there are no documented spells of "calling." The Cyrodiil historian Borgusilus Malier first proposed this as a solution to the disappearance of the Dwemer. He theorized that in 1E 668, the Dwemer enclaves were called together by one of their powerful philosopher-sorcerers ("Kagrnak" in some documents) to embark on a great journey, one of such sublime profundity that they abandoned all their cities and lands to join the quest to foreign climes as an entire culture.
 
 
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Version vom 6. Dezember 2013, 16:25 Uhr

Disambig.png Dieser Artikel ist über das Lehrbuch. Für andere Zweck, siehe Chimarvamidium.


Beschreibung : Lehrbuch. Verbessert die Fertigkeit Schwere Rüstung. Dieses Buch ist auch Teil einer Aufgabe von Urag gro-Shub, der einem eine ungefähre Angabe über den (jedesmal zufälligen) Fundort gibt.

Fundorte



Inhalt

Nach vielen Kämpfen war klar, wer den Krieg gewinnen würde. Die Chimer besaßen großes Geschick in der Magie und Schwertkunst, aber gegen die gepanzerten Bataillone der Dwemer, bekleidet mit den edelsten Schutzplatten Jnaggos, gab es nur wenig Hoffnung, jemals zu siegen. Um dem Land ein gewisses Maß an Frieden zu bewahren, stimmte der Kriegsherr Sthovin einem Waffenstillstand mit Karenithil Barif der Bestie zu. Für das umstrittene Land gab Sthovin Barif einen mächtigen Golem, der das Territorium der Chimer gegen die Streifzüge der nördlichen Barbaren beschützen würde.

Barif war hocherfreut über das Geschenk und brachte es zu seinem Lager, wo all seine Krieger es ehrfürchtig anstarrten. Mit seinem glitzernden, goldenen Farbton ähnelte er einem dwemerischen Kavalier mit stolzem Gesichtsausdruck. Um seine Stärke zu testen, stellten sie ihn in die Mitte eines Platzes und warfen magische Blitzstrahlen nach ihm. Er war so geschickt, dass nur wenige der Strahlen ihn trafen. An seinen Hüften hatte er Utensilien, die er als Gegengewicht nutzte, um die Hauptlast der Attacken zu umgehen, ohne seine Balance zu verlieren und doch mit den Füßen fest auf dem Boden zu stehen. Es folgten mehrere Feuerbälle, denen der Golem geschickt auswich, indem er seine Knie und Beine dehnte und sich so um die Explosionen herumdrehte. Bei den wenigen Malen, die er getroffen wurde, sorgte er dafür, dass er an den robustesten Teilen seines Körpers, nämlich Brust und Taille, getroffen wurde.

Die Truppen jubelten beim Anblick einer solch beweglichen und kräftigen Schöpfung. Mit ihm in der Verteidigung würden die Barbaren aus Himmelsrand niemals wieder ihre Dörfer erfolgreich heimsuchen. Sie nannten ihn Chimarvamidium, die Hoffnung der Chimer.

Barif ließ den Golem in seinen Gemächer bringen, wo alle Fürsten seines Hauses versammelt waren. Dort testeten sie Chimarvamidium weiter: Seine Stärke, seine Schnelligkeit, seine Unverwüstbarkeit. Sie konnten keinen Makel in seiner Bauweise finden.

"Stellt Euch nur vor, wie diese nackten Barbaren bei ihren Raubzügen als ersten auf ihn treffen", lachte ein Thane.

"Es ist nur bedauerlich, dass er eher einem Dwemer ähnelt als einem der unseren", sinnierte Karenithil Barif.

"Es ist widerlich zu denken, dass sie mehr Respekt vor unseren anderen Feinden haben werden, als vor uns."

"Ich denke, dass wir den Friedensbedingungen niemals hätten zustimmen dürfen", sagte einer der aggressivsten Fürsten. "Ist es zu spät, den Kriegsherrn Sthovin mit einer Attacke zu überraschen?"

"Es ist nie zu spät für einen Angriff', sagte Barif. "Aber was ist mit seinen mächtigen, gepanzerten Kriegern?"

"Ich habe gehört", sagte Barifs Meisterspion, "dass seine Soldaten immer im Morgengrauen aufwachen. Wenn wir eine Stunde davor zuschlagen, bevor sie noch die Gelegenheit für ein Bad hatten, geschweige denn ihre Rüstungen anzulegen, können wir sie ohne große Gegenwehr überwältigen."

"Wenn wir ihren Waffenschmied Jnaggo gefangen nehmen könnten, würden auch wir dann die Geheimnisse der Schmiedekunst kennen", sagte Barif. "So soll es sein. Wir greifen morgen an, eine Stunde vor Morgengrauen."

Damit war es festgelegt. Die Armee der Chimer marschierte bei Nacht und fiel in das Lager der Dwemer ein. Sie vertrauten auf Chimarvamidium, der die erste Angriffswelle anführen sollte. Aber er funktionierte nicht richtig und fing an, die Truppen der Chimer zu attackieren. Darüber hinaus waren die Dwemer in vollständiger Rüstung, gut ausgeruht und begierig zu kämpfen. Die Überraschung hatte sich ins Gegenteil verkehrt, und die meisten der hochrangigen Chimer, darunter auch Karenithil Barif das Biest, wurden gefangen genommen.

Sie waren zwar zu stolz zu fragen, aber Sthovin erklärte ihnen dennoch, dass er vor ihrem Angriff durch das Zeichen eines seiner Männer gewarnt worden war.

"Welcher Eurer Männer hält sich in unserem Lager auf?" spottete Barif.

Chimarvamidium, der aufrecht neben den Gefangenen stand, nahm seinen Kopf ab. In seinem metallenen Körper steckte Jnaggo, der Waffenschmied.

"Ein achtjähriges Dwemerkind kann einen Golem erschaffen", erklärte er. "Aber nur ein wahrhaft großer Krieger und Waffenschmied kann vorgeben, ein Golem zu sein." [pagebreak] Anmerkung des Herausgebers: Dies ist eine der wenigen Erzählungen dieser Sammlung, die sich tatsächlich auf die Dwemer zurückverfolgen lässt. Die Formulierung weicht zwar stark von den alten, meist in Aldmerisch verfassten, Versionen ab, der Inhalt an sich stimmt aber überein. "Chirmarvamidium" könnte der dwemerische "Nchmarthurnidamz" sein. Dieses Wort erscheint häufig auf dwemerischen Plänen für Rüstungen und Animunculi. Über seine Bedeutung ist allerdings nichts bekannt. Es ist jedoch beinahe auszuschließen, dass es "Hoffnung der Chimer" ist.

Die Dwemer waren vermutlich die Ersten, die schwere Rüstungen einsetzten. Es ist wichtig, zur Kenntnis zu nehmen, dass ein Mann in einer Rüstung in dieser Legende so viele Chimer zum Narren halten konnte. Beachtet auch die Reaktionen der chimerischen Krieger. Als diese Geschichte erzählt wurde, müssen Rüstungen, die den ganzen Körper bedeckten noch sehr außergewöhnlich und neu gewesen sein, wogegen selbst zu dieser Zeit dwemerische Schöpfungen wie Golems oder Zenturien wohlbekannt waren.

In einem Moment seltener Weisheit lässt Marobar Sul einige Passagen der ursprünglichen Legende intakt, wie beispielsweise Teile der aldmerischen Zeile "Ein achtjähriges Dwemerkind kann einen Golem erschaffen, aber nur jeder achte Dwemer kann zu einem werden."

Ein weiterer Aspekt dieser Legende, den Gelehrte wie ich interessant finden, ist die Erwähnung eines "Zeichens". In dieser Legende, wie auch in anderen, gibt es die Vermutung, dass die Rasse der Dwemer eine Art von lautloser, magischer Kommunikation besaß. Es gibt Aufzeichnungen über den Psijic-Orden, die andeuten, dass auch sie dieses Geheimnis teilen. Wie auch immer, es gibt keine dokumentierten Zaubersprüche des "Zeichens". Der cyrodiilische Historiker Borgusilus Malier schlug dies als erster als Erklärung für das Verschwinden der Dwemer vor. Er vertrat die Theorie, dass im Jahre 1Ä 668 die dwemerischen Enklaven von einem ihrer mächtigen Philosophen-Hexenmeister - Kagrnak in einigen Dokumenten - zusammengerufen wurden, um zu einer großen Reise aufzubrechen. Eine Reise von solch erhabenem Ausmaß, dass sie ihre Städte und Ländereien verließen, um sich als vollständige Kultur der Suche nach fremden Gefilden anzuschließen.

— Marobar Sul